Kommunalwahlprogramm 2014

Unser Wahlprogramm für die Stadtratswahlen am 15.03.2020 wird im Laufe des Januar 2020 hier einzusehen sein.

Bis dahin können Sie sich orientieren an unserem Programm zur aktuellen Wahlperiode:
  • Nachfolgend wiedergegeben unser Kurzwahlprogramm zur Stadtratswahl 2014, das hier auch zum Download zur Verfügung steht.
  • Das ausführliche Programm der Bamberger Linken Liste zur Stadtratswahl 2014 finden Sie hier.


Sozialprogramm der Bamberger Linken Liste

- eine Kurzfassung

Bamberg ist mehr als alte Gebäude, Basketball und Firmenansiedlungen. Es sind die Menschen, die dort leben, die Bamberg zu Bamberg machen. Deshalb ist es unsere Pflicht, uns für die Wünsche und Bedürfnisse der Bamberger*innen einzusetzen. Mithilfe des folgenden Programms wollen wir die Lebensbedingungen aller verbessern und Bamberg zu einer l(i)ebenswerten, einzigartigen Stadt für all ihre Bewohner machen:


1. Wohnraum: Wir brauchen deutlich mehr Wohnraum als bisher vom Stadtentwicklungsplan vorgesehen. Die Mietpreise müssen wieder deutlich sinken. Die Mieten müssen für alle bezahlbar sein, auch für Familien, Studierende und alle anderen mit knapp bemessenem Einkommen. Dazu muss der soziale Wohnungsbau wiederbelebt werden.

2. Energie-Sozialtarife: Wasser und Energie von den Stadtwerken muss durch Sozialtarife im Preis so bemessen werden, dass es vom Unterstützungsbetrag bei Hartz IV und Sozialhilfe gedeckt wird.

3. Bamberger Sozialpass:Der Bamberger Sozialpass soll finanziell benachteiligten Mitbürgern einen Ausgleich schaffen und allen Bamberger*innen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Die freizeitorientierten, kulturellen und bildungsbezogenen Möglichkeiten der Stadt und das Angebot des ÖPNV sollen von allen genutzt werden können. Der finanzielle Hintergrund darf nicht zum Ausschluss aus der Gesellschaft führen!

4. ICE-Trasse: Was die sog. „ICE-Trasse“ betrifft, so wollen wir keine Lärmbelästigung, kein geteiltes Bamberg, keine Verschandelung des Stadtbildes durch meterhohe Mauern, kein jahrelanges Verkehrschaos und keine Schäden an umliegenden Häusern beim Bau und auch keine Zerstörung der Gärtnerkultur und damit unseres Weltkulturerbes. Dies scheint am ehesten durch die AG-Bahnsinn-Variante der Untertunnelung im Osten gewährleistet.

5. Vielfalt - keine Diskriminierung: Wir setzen uns ein für Vielfalt in Bamberg. Niemand darf aufgrund seines Geschlechts, seiner Weltanschauung, Religion, ethnischen Herkunft, Sprache, sexuellen Orientierung und Identität, körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung bevorzugt oder benachteiligt werden.

6. Barrierefreiheit: Bamberg muss barrierefreier werden. Die Stadt muss mehr auf die Bedürfnisse von z.B. alten Menschen, von gehbehinderten Menschen, Eltern mit Kinderwagen u.ä. achten und dementsprechend Verbesserungen vornehmen. Dabei gilt: Der Mensch kommt zuerst, dann der Denkmalschutz!

7. Transparenz und Bürgerentscheidungen: Wir fordern mehr Bürger-freundlichkeit und Transparenz in der Verwaltung, des Weiteren mehr Mitsprache- und Entscheidungsrechte für die Bürger. Unser Ziel ist eine „Stadt der Bürger“ und nicht der Bürokraten.

8. US-Konversion: Beim Thema „US-Gelände“ ist uns besonders wichtig, dass möglichst viel in die Hände der Stadt übergeht und in deren Händen bleibt, anstatt in die Hände von Privatleuten, die damit nur Profit machen wollen.
Besonders soziale und Umweltbelange sollen Beachtung finden. Was die Planung des Ganzen betrifft, fordern wir Bürgerentscheidungen statt nur Bürgerbeteiligungen.

9. Spekulation und Privatisierung: Wir setzen uns ein für eine Politik, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert. Deshalb ist dort kein Platz für Spekulanten und Privatisierung. Nur was der Stadt gehört, kann von ihr kontrolliert werden (z.B. Preise von städt. Mietwohnungen).

10. Familienfreundliches Bamberg: Bamberg muss attraktiv sein für Familien aller Art. Dazu müssen diese Unterstützung statt Belastung erfahren, z.B. durch faire Preise (Eintritte, Fahrkarten, Wohnung usw.), ein kostenfreies letztes Kindergartenjahr, flexible Kinderbetreuung und familienfreundliche Arbeitszeiten.

11. Jugend und Selbstbestimmung: Unsere Jugend braucht mehr (Frei-)Raum, über den sie selbst bestimmen kann. Außerdem soll sie mehr Mitspracherecht bekommen, denn Bamberg ist auch ihre Stadt. Einsparungen dürfen nicht mehr an den falschen Stellen gemacht werden, wie z.B. bei der Förderung der Jugendkultur. Die Jugend ist unsere Zukunft.

12. Soziales Miteinander: Verbote lösen keine Probleme. Wir suchen das soziale Miteinander und bevorzugen das Finden einer gemeinsamen Lösung.

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