Dienstag, 24. Juni 2014

Antrag zur Konversion: Wohngebäude und günstigen Wohnraum erhalten

Der Bamberger Konversionssenat wird in seiner nächsten Sitzung, am 1.7.2014, über die „Fortschreibung des gesamtstädtischen städtebaulichen Entwicklungskonzepts“ abstimmen.

In diesem Konzept wird die künftige Stadtentwicklung bis zum Jahr 2030 beschrieben und festgelegt. Das Gelände, das derzeit noch von der US-Army genutzt wird, leert sich immer mehr und das Entwicklungskonzept befasst ich daher mit der Frage, wie dieses Gelände zukünftig gestaltet und städtebaulich an das übrige Stadtgebiet angebunden werden soll.

Heinrich Schwimmbeck, Stadtratsmitglied der Bamberger Linken Liste (BaLi) und Mitglied des 12-köpfigen Konversionssenates ist, kann das Konzept in der Fassung, wie sie aktuell vorliegt, nicht mittragen.

Der entscheidende Grund dafür: Nach dem vorgestellten Konzept würde ein Großteil der derzeit bestehenden Wohnungen auf dem US-Gelände nicht weiter genutzt, sondern letztlich abgerissen. Nach Auffassung der Bamberger Linke Liste würde damit eine einmalige Gelegenheit vertan, ausreichenden und günstigen Wohnraum zu schaffen.
Der ausführliche Antrag des linken Stadtrats Heinrich Schwimmbeck steht hier zum Download bereit ....
.... und hier die dazugehörige Wohnungsbedarfsberechnung.

Es folgt der Wortlaut des Antragstexts:




Antrag - Wohngebäude erhalten
 
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,



ich habe die Vorlage  zur "Fortschreibung des gesamtstädtischen städtebaulichen Entwicklungskonzept", die am 1.7. im Konversionssenat zur Abstimmung steht, erhalten und zur Kenntnis genommen.

Das beschriebene Konzept findet in weiten Teilen meine/unsere Zustimmung, ist aber besonders in 1 wichtigen Punkt dringend zu modifizieren.

Deshalb stelle ich folgenden Antrag an die Stadtverwaltung bzw. an den Konversionssenat:



Antragsgegenstand:

Die vorgelegte Fortschreibung des gesamtstädtischen städtebaulichen Entwicklungskonzepts (SEK) bedarf in bedeutsamen Teilen veränderter Festlegungen.

Die SEK-Fortschreibung legt nach der vorgelegten Fassung eine Stadtentwicklung fest, nach welcher auf eine künftige Nutzung eines großen Bestands an Wohnungen im Konversionsgelände verzichtet wird.

Für den weiteren Fortgang der Entwicklung des Geländes muss aber zumindest die Option bestehen, die dort bestehenden Wohngebäude zumindest vorläufig zu erhalten und sie nach Möglichkeit  bald wieder zu Wohnzwecken zu nutzen.

Damit die betreffenden Areale in der künftigen Planung und Gestaltung mit-einbezogen werden (können), sind Ergänzungen und Änderungen an der Verteilung und Dimensionierung Baufelder in einigen Bereichen vorzunehmen. Die Änderungen sind unten (nach dem Begründungsteil) im einzelnen genannt.



Erläuterung und Begründung:

Die SEK-Fortschreibung versäumt eine der bedeutsamsten Aufgaben der künftigen Stadtentwicklung, nämlich die Lösung des gravierendsten Problems der Bamberger Bürgerschaft, des Wohnungsproblems.