Der Bamberger Konversionssenat wird
in seiner nächsten Sitzung, am 1.7.2014, über die „Fortschreibung des
gesamtstädtischen städtebaulichen Entwicklungskonzepts“ abstimmen.
In diesem Konzept wird die künftige
Stadtentwicklung bis zum Jahr 2030 beschrieben und festgelegt. Das Gelände, das
derzeit noch von der US-Army genutzt wird, leert sich immer mehr und das
Entwicklungskonzept befasst ich daher mit der Frage, wie dieses Gelände zukünftig
gestaltet und städtebaulich an das übrige Stadtgebiet angebunden werden soll.
Heinrich Schwimmbeck,
Stadtratsmitglied der Bamberger Linken Liste (BaLi) und Mitglied des
12-köpfigen Konversionssenates ist, kann das Konzept in der Fassung, wie sie
aktuell vorliegt, nicht mittragen.
Der entscheidende Grund dafür: Nach
dem vorgestellten Konzept würde ein Großteil der derzeit bestehenden Wohnungen
auf dem US-Gelände nicht weiter genutzt, sondern letztlich abgerissen. Nach
Auffassung der Bamberger Linke Liste würde damit eine einmalige Gelegenheit
vertan, ausreichenden und günstigen Wohnraum zu schaffen.
Der ausführliche Antrag des linken Stadtrats Heinrich Schwimmbeck steht hier zum Download bereit ....
.... und hier die dazugehörige Wohnungsbedarfsberechnung.
Es folgt der Wortlaut des Antragstexts:
Antrag - Wohngebäude
erhalten
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
ich habe die Vorlage
zur "Fortschreibung des gesamtstädtischen städtebaulichen Entwicklungskonzept",
die am 1.7. im Konversionssenat zur Abstimmung steht, erhalten und zur Kenntnis
genommen.
Das beschriebene Konzept findet in
weiten Teilen meine/unsere Zustimmung, ist aber besonders in 1 wichtigen Punkt
dringend zu modifizieren.
Deshalb stelle ich folgenden Antrag
an die Stadtverwaltung bzw. an den Konversionssenat:
Antragsgegenstand:
Die vorgelegte Fortschreibung des gesamtstädtischen städtebaulichen
Entwicklungskonzepts (SEK) bedarf in bedeutsamen Teilen veränderter Festlegungen.
Die SEK-Fortschreibung legt nach der vorgelegten Fassung
eine Stadtentwicklung fest, nach welcher auf eine künftige Nutzung eines großen
Bestands an Wohnungen im Konversionsgelände verzichtet wird.
Für den weiteren Fortgang der Entwicklung des Geländes muss
aber zumindest die Option bestehen, die dort bestehenden Wohngebäude
zumindest vorläufig zu erhalten und sie nach Möglichkeit bald wieder zu Wohnzwecken zu nutzen.
Damit die betreffenden Areale in der künftigen Planung und
Gestaltung mit-einbezogen werden (können), sind Ergänzungen und Änderungen an
der Verteilung und Dimensionierung Baufelder in einigen Bereichen vorzunehmen.
Die Änderungen sind unten (nach dem Begründungsteil) im einzelnen genannt.
Erläuterung und Begründung:
Die SEK-Fortschreibung versäumt eine der bedeutsamsten
Aufgaben der künftigen Stadtentwicklung, nämlich die Lösung des gravierendsten
Problems der Bamberger Bürgerschaft, des Wohnungsproblems.