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Freitag, 22. November 2019
Donnerstag, 25. Juli 2019
Klima muss warten!?
Juli-Sitzung im Stadtrat:
Handlungsbedarf anerkannt, aber Klimanotstand auf
November vertagt –
Klima muss nun auf die Stadtverwaltung warten….
Die Bamberger Linke Liste (BaLi) hatte die
Ausrufung des "Klimanotstands" in Bamberg beantragt und eine
Resolution angeregt, mit der die Stadt Bamberg den Klimaschutz als dringliche
Aufgabe auch der Kommune anerkennt und sich zu einer erheblichen Verstärkung
der Bemühungen um Klimaschutz verpflichtet. Sie hat dazu auch eine Zahl von
konkreten Maßnahmen vorgeschlagen. Der Antrag kann hier
eingesehen werden.
Die Stadtverwaltung gab das Thema in die
Juli-Sitzung des Bamberger Stadtrats. Die Sitzungsvorlage für die Rätinnen und Räte wollte den Ausdruck eines
"Klimanotstands" zwar nicht direkt in den Mund nehmen, stellt aber
unmissverständlich fest: "Fakt ist, die bisherigen Maßnahmen zur
Bekämpfung des Klimawandels sind nicht ausreichend ... auch in Bamberg muss
noch konzentrierter an der Erreichung der Klimaziele gearbeitet werden ... ein
neues Maßnahmenpaket muss über die bisherigen Anstrengungen und Vorschläge
deutlich hinausgehen". Diese Botschaft aus unserem Antrag ist also
angekommen.
Augenscheinlich hat die Botschaft die
Stadtverwaltung auch aktiviert. Sie sagte zu, ein Maßnahmenpaket, ja gleich ein
ganzes "Aktionsprogramm zur Erreichung der Umwelt- und Klimaziele"
auszuarbeiten und dieses dem Umweltsenat Ende November vorzustellen. In
Stichworten nennt die Verwaltung Themenbereiche und Ansatzpunkte für ein
solches Aktionsprogramm. Darunter auch einige der Vorschläge unseres Antrags.
Ansonsten hat der Sitzungsvortrag und folglich auch die Diskussion die
einzelnen von uns vorgeschlagenen Maßnahmen einfach komplett ignoriert. Wir
sind sehr gespannt, wie das Aktionsprogramm dann aussieht.
Zu allem Überfluss sollte der Stadtrat
dann auch noch per Abstimmung bestätigen, dass unser Antrag "hiermit
geschäftsordnungsmäßig behandelt" sei. Dies bedeutet, dass der Antrag als
erledigt gilt und für das weitere Vorgehen keine Rolle mehr spielt. So kann man
unbequeme Anträge auch entsorgen! Damit war Stadtrat Schwimmbeck allerdings
nicht einverstanden. Mit der Unterstützung weiterer Stadträte wurde dieser
Passus gestrichen und somit ist die Behandlung des Antrag ebenfalls in den
nächsten Umweltsenat weitergereicht.
Dem BaLi-Antrag stellte die
Stadtverwaltung einen Antrag gegenüber, mit dem der Stadtrat die Verwaltung mit
dem Erstellen des angesprochenen Aktionsprogramms beauftragt und in dem sich
die Stadt "zu dem Ziel bekennt, das Erreichen der Pariser Klimaziele auf
lokaler Ebene zu unterstützen". Stadtrat Schwimmbeck monierte, wie
"lasch und kraftlos" hier - im Gegensatz zu den Bekenntnissen in der
Sitzungsvorlage - die Ziele der Stadt Bamberg wieder formuliert werden. Sein
Antrag, diesen Satz durch die beiden entschiedenen Eingangssätze aus der
Resolution des BaLi-Antrags zu ersetzen, fand allerdings nur die Zustimmung der
GAL und somit keine Mehrheit. Der Satz mit der laschen
"Unterstützungs" erklärung wurde dabei gestrichen - um diese blasse
Formulierung ist es wirklich nicht schade! Die Formulierung eines
"Klimanotstands" wurde somit vertagt.
Abgestimmt wurde letztlich lediglich die
Beauftragung des "Aktionsprogramms". Diese erhielt Zustimmung von
allen Stadträt*innen mit Ausnahme der Stadträtin Reinfelder von der BuB. Sie
erachtet CO2 als einen "gesunden" Stoff
und ist überzeugt, dass der gegebene Klimawandel durch menschliches Zutun weder
erzeugt wurde noch beeinflusst werden kann. Wer soll dieser Auffassung
zustimmen?
Abschließende Bewertung: Der Antrag auf "Klimanotstand" scheint effektiv Bewegung in die
Stadtverwaltung zu bringen. Die Mühlen der Verwaltung mahlen allerdings
langsam: erst in 4 Monaten, am 29.11.2019, werden wir sehen, was wirklich
daraus entsteht. Da ist trotz der Sommerpause auf eine schnellere und frühere
Behandlung zu drängen, z.B. in der Vollsitzung des 25. September oder des 23.
Oktober. Das Klima macht ja auch keine Pause!
Dienstag, 18. Juni 2019
BaLi im Gleichklang mit Fridays For Future: „Klimanotstand in Stadt Bamberg“
Mehrere Kommunen in Deutschland haben bereits den
Klimanotstand ausgerufen. Sie stellen damit fest und erkennen an,
dass im bisherigen Tempo die Klimawende nicht rechtzeitig zu schaffen
ist und dass es dringend größerer Anstrengungen bedarf. Neben
Erlangen, welche als erste Kommune in Bayern den Klimanotstand
ausgerufen hat, soll Bamberg nun auf Platz zwei folgen! Die Bamberger
Linke Liste hat hierzu einen Antrag im Stadtrat eingereicht.
....
Die vollständige Pressemitteilung kann hier gelesen werden.
Hier kann der Antrag der Bamberger Linken Liste bzw. die vorgeschlagene Resolution des Stadtrats heruntergeladen werden.
Hier ist die Position der Bamberger Linken Liste zum unzureichenden Beitrag der Stadt zur Klimawende einzusehen.
Montag, 17. Juni 2019
BaLi: Beitrag der Stadt Bamberg zum Klimaschutz bei weitem unzureichend
Der Beitrag der Stadt Bamberg zur Klimawende wird schwerpunktmäßig über die "Klimaallianz zwischen Stadt und Landkreis Bamberg" erbracht.
Die
Aktivitäten dieser Klimaallianz greifen entschieden zu kurz. Bei einer
Weiterführung der Aktivitäten in der bisheriger Weise und im bisherigen Tempo
werde die Stadt Bamberg, so die Bamberger Linke Liste, ihren Anteil an einer rechtzeitigen Klimawende bei
weitem nicht erbringen können.
Dies wird in einem bewertenden Positionspapier der Stadtratsgruppierung ausführlich dargelegt, welches hier einzusehen ist.
Sonntag, 16. Juni 2019
Klimanotstands-Antrag und Resolution
Bamberger Linke Liste (BaLi)
Bamberg, 18.06.2019
Antrag an den Stadtrat:
Feststellung des Klimanotstands
Der Stadtrat beschließt die Resolution zur Ausrufung des
Klimanotstands in der im Anhang befindlichen Form.
Die Verwaltung wird zur zusammenhängenden einschlägigen
Berichterstattung aufgefordert sowie zur Prüfung folgender Maßnahmen, die
einem beschleunigten und umfassenderen Erreichen der Klimaschutzziele dienen
sollen und die dem Stadtrat zur Beschlussfassung vorgelegt werden:
A) Bericht über Stand und
Entwicklung der CO2-Emissionen in der Stadt Bamberg
Die Verwaltung unterrichtet den
Stadtrat und die Öffentlichkeit
-
über den aktuellen Stand der CO2-Emissionen im Stadtgebiet Bamberg,
-
über die diesbezügliche Entwicklung
seit 1990,
-
über die diesbezüglichen kurz-,
mittel- und langfristigen Zielsetzungen der Stadt Bamberg,
-
über die zu erwartenden und möglichen
Entwicklungen,
-
über die Maßnahmen, die die Stadt
Bamberg dazu bereits ergriffen, diskutiert oder in der Planung hat (v.a. aus dem Maßnahmenkatalog aus der
Potentialanalyse des IfE) oder die als Möglichkeiten in Betracht gezogen werden
(jeweils mit Kosten und erzieltem oder zu erwartendem Effekt)
Dabei werden jeweils die einzelnen
Quellen der CO2-Belastung
(insbesondere Stromverwendung, Wärmeverwendung, Verkehr) betrachtet und
quantitativ (Menge der CO2-Belastung bzw. -Einsparung) dargestellt. Soweit einschlägig,
berichten auch die städtischen Beteiligungen zu ihrem jeweiligen Wirkungskreis.
B) Klimaneutrale
Energieversorgung von Neubauten
Soweit die Stadt z.B. über
städtebauliche Verträge, Grundstückskaufverträge und Erbbaurechtsverträge über
eine entsprechende Handhabe verfügt, wird für Neubauten eine in der
Jahresbilanz klimaneutrale Energieversorgung mit möglichst hohem Anteil lokal
verfügbarer regenerativer Energien als Ziel fixiert. Dies gilt auch für
Neubauten durch die städtischen Betriebe und Beteiligungen, insbesondere durch
die Stadtwerke Bamberg GmbH.
Bei den einschlägigen baulichen
Vorhaben werden auch die Größenordnung der damit verbundenen "grauen
Emissionen" (Emissionen durch die Erstellung der Gebäude) und dabei
mögliche Optimierungsmöglichkeiten dargelegt. Geprüft wird, ob sich durch die
klimaneutrale Energieversorgung ein Zielkonflikt zum geförderten Wohnungsbau
ergibt.
C) Mobilitätsmanagement für die
Gesamtstadt
Die Stadt Bamberg prüft verschiedene
Möglichkeiten, CO2-Emissionen
durch den motorisierten Individualverkehrs einzusparen und erstattet darüber
bis zum Jahresende 2019 einen Bericht gegenüber Stadtrat und der
Öffentlichkeit. Einen wichtigen Platz nehmen dabei die Möglichkeiten ein, den
ruhenden und fließenden Verkehr (z.B. durch Verkehrsberuhigungen und
Geschwindigkeitsreduktionen) zu steuern und die Inanspruchnahme des
Umweltverbunds attraktiver zu gestalten.
Hierzu wird die Einrichtung einer
Stelle eines/r Mobilitätsmanagers/einer Mobilitätsmanagerin bei der Stadt
Bamberg geprüft, der/dem zunächst die Prüfung und Erarbeitung der o.g.
Maßnahmen obliegt.
D) Energiemanagement
für städtische und Sanierung nicht-städtischer Gebäude
Der o.g. Bericht (Punkt A) bezieht
sich gesondert auf den Status der städtischen Immobilien in puncto Energie-
und Wärmeversorgung und -verbrauch; er legt dar, mit welchen Kosten und ggf.
langfristigem Gewinn welche CO2-Einsparungen möglich sind. Er prüft, inwieweit die Einrichtung
einer Stelle zum Energiemanagement einen schnelleren und effektiveren
Umstellungsprozess ermöglicht.
Der o.g. Bericht schließt auch den aktuellen Stand und die
vergangene und künftige Entwicklung des Dämmungs- und Energieverbrauchs-Status
des nicht-öffentlichen Gebäudebestands in Bamberg ein. Die Verwaltung (ggf.
der/die Energiemanager*in) prüft mehrere Varianten zur Sanierung des
Gebäudebestands und legt sie dem Stadtrat zur Beschlussfassung vor.
E) Umweltbeirat
Die Stadtverwaltung prüft die
Einrichtung eines Umweltbeirats mit Antrags- und Beteiligungsrechten, dem
fachkundige Mitglieder der lokalen Organisationen mit Bezug zum Umweltschutz,
Naturschutz und Energiemanagement angehören.
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Begründung:
Der lokale
Beitrag der Stadt Bamberg zur Klimawende wird schwerpunktmäßig über die mit dem
Landkreis gebildete "Klimaallianz" geleistet.
Die
Klimaallianz hat sich in den bisherigen 10 Jahren ihres Bestehens mit ihrem
Einsatz dafür hervorgetan, die CO2-schädlichen fossilen
Energieträger zurückzubauen und die Energieversorgung in Stadt und Landkreis
Bamberg stattdessen zunehmend mehr mit klimafreundlichen regenerativen
Energien zu bewerkstelligen.
Die
Allianz hat sich eine klimaneutrale Energieversorgung bis zum Jahr 2035 zum
Ziel gesetzt, das Zwischenziel für 2020 lautet auf 60% der Stromversorgung aus
erneuerbaren Energien. Im Jahr 2017 betrug dieser Anteil 48,5%.
Die
Allianz hat im Jahr 2014 eine umfangreiche Analyse erstellt, in welcher das
Potential in Stadt und Landkreis zur Einsparung von Energie und zur Ausweitung
regenerativer (statt fossiler) Energieerzeugung aufgezeigt und in ihrer
Größenordnung ermittelt wird. Diese Studie hat auch eine Vielzahl von Maßnahmen
beschrieben, die diesen Zielen sachdienlich sind.
Diese
Aktivitäten der Klimaallianz greifen dennoch entschieden zu kurz. Bei einer
Weiterführung der Aktivitäten in der bisheriger Weise und im bisherigen Tempo
wird die Stadt Bamberg ihren Anteil an einer rechtzeitigen Klimawende bei
weitem nicht erbringen können.
Zu dieser
Bewertung führen folgende Betrachtungen:
- Die in der
Klimaallianz formulierte Zielsetzung der Reduktion der schädlichen CO2-Gase
bis 2020 um 20% im Vergleich zu 1990 ist zu gering angesetzt; die Zielsetzung
soll - analog zu den Zielsetzungen der Bundesregierung - erhöht werden auf eine
Reduktion des CO2 um 40%.
- Die Bemühungen zum
Klimaschutz innerhalb der Klimaallianz sind konzentriert auf den Bereich der
Verwendung und des Verbrauchs von elektrischer und Wärmeenergie; CO2-Emissionen
aus lokalem Verkehr, der global ca. 20% der Treibhausgase verantwortet,
sind nur vereinzelt Gegenstand der Betrachtungen und der Bemühungen.
- Hoch gewichtige
weitere Quellen der CO2-Belastung werden von Bamberger*innen extraterritorial
verursacht (durch Konsum, Nahrung, usw.); diese Effekte liegen nicht im direkten
Aufgabengebiet und Einflussbereich der Kommunen und bleiben in der Klimaallianz
deshalb ebenfalls außen vor, sie können und müssen aber nicht vollständig außer
Acht gelassen werden.
- Konkrete
Zielsetzungen und dokumentierte Fortschritte in der Klimaallianz beziehen sich
nur auf den Verbrauch von elektrischer, nicht auf den Verbrauch von Heizungsenergie,
während diese letztere in etwa doppelt so viel Energie verwendet als die
elektrische Energie.
So bezieht
sich die Zielsetzung der "60 % erneuerbaren Energien bis 2020" ebenso
wie die Erfolgsmeldung "48,5% erneuerbare Energien in 2017" nur auf die Stromerzeugung, nicht auf die
Wärmeerzeugung. Die Projektion aus der Potentialanalyse auf das Jahr 2030 für
die Erzeugung von Wärmeenergie aus erneuerbaren Quellen beläuft sich für
die Stadt Bamberg auf lediglich 17%!
- Erfolgsberichte
aus der Klimaallianz, z.B. des Erreichens von 48,5% erneuerbaren Energien bei
der Stromerzeugung, ergeben sich bei einer Mittelung über die die gesamte Allianz
(Stadt und Landkreis); der Erfolg geht aber überwiegend auf die Möglichkeiten
im Landkreis zurück: Die Stadt Bamberg verzeichnet zu diesem Zeitpunkt einen
Erneuerbare-Energien-Anteil von lediglich 15,4%.
- Aus den Daten zur
Potentialanalyse lässt sich - für die Stadt Bamberg, elektrischen und
Wärmeenergieverbrauch zusammengenommen - ermitteln, dass der CO2-Ausstoß
im Jahr 2014 bei etwa 610.000 Tonnen lag, im Jahr 2030 wir er bei etwa 490.000
Tonnen liegen. In dieser Geschwindigkeit wird das existenzielle Ziel einer
klimaneutralen Energieerzeugung insgesamt bis 2050 offensichtlich weit
verfehlt werden.
- Für den Bereich der
CO2-Reduktion beim elektrischen und Wärmeenergie-Verbrauch sind für
einzelne Kommunen, auch für die Stadt Bamberg, Maßnahmen genannt; vom
überwiegenden Anteil dieser Maßnahmen ist nicht bekannt, ob oder wie weit sie
(schon) umgesetzt wurden, ob und inwieweit deren Umsetzbarkeit geprüft oder
bestätigt wurde; es ist nicht bekannt, ob sie einen signifikanten positiven
Effekt auf die CO2-Reduktion entfalten, wie groß dieser ggf. ist,
wie weit uns dieser Effekt ggf. auf dem Ziel zu einer klimaneutralen
Energieversorgung bringt; für eine planbare, kontrollierbare, zielgerechte und
zielfokussierte Herangehensweise ist das eine Grundvoraussetzung.
Aus dieser
Bestandsaufnahme folgt, dass auch in der Stadt Bamberg die Anstrengungen für
eine Klimawende intensiviert werden und
deutlich über das bisherige Maß hinausgehen müssen. Die formulierte Resolution
soll die unmissverständliche ernste Absicht der Stadt Bamberg dazu festschreiben.
Mit der Prüfung der vorgeschlagenen weiterführenden Maßnahmen sollen konkrete
Ansatzpunkte dafür gewonnen oder als Arbeitsaufträge aufgenommen werden.
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Resolution zum Klimanotstand
Der
Stadtrat der Stadt Bamberg
a) erklärt den
Klimanotstand und erkennt damit die Eindämmung der Klimakrise und ihrer
schwerwiegenden Folgen als Aufgabe von höchster Priorität an.
b) erkennt an, dass
die bisherigen Maßnahmen und Planungen nicht ausreichen, um die Erderwärmung
auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.
c) berücksichtigt ab
sofort die Auswirkungen auf das Klima bei jeglichen
Entscheidungen,
und
bevorzugt Lösungen, die sich positiv auf Klima-, Umwelt- und Artenschutz
auswirken.
Hierzu wird für sämtliche politische Beschlussvorlagen ab sofort ein Kästchen
„Auswirkungen auf den Klimaschutz“ mit den Auswahlmöglichkeiten „Ja,
positiv“,
„Ja, negativ“ und „Nein“ verpflichtender Bestandteil. Wird die Frage mit „Ja,
positiv“
oder „Ja, negativ“ beantwortet, muss die jeweilige Auswirkung in
Zusammenarbeit
mit dem Klimaschutzbeauftragten in der Begründung dargestellt
werden.
d)
stellt fest, dass der bisherige und vorgesehene Beitrag der Stadt Bamberg und
ihrer Beteiligungen zum Klimaschutz unzureichend ist und die Anstrengungen dazu
deutlich intensiviert werden müssen. Prüfaufträge zu zusätzlichen Maßnahmen und
Berichte der Verwaltung und der städtischen Beteiligungen sind daher Gegenstand
des Beschlussvorschlags für die Sitzung des Stadtrats vom 23.07.2019
e)
fordert den Oberbürgermeister auf, dem Stadtrat und der Öffentlichkeit halbjährlich
über den jeweils aktuellen Stand, über laufende, geplante und angedachte
Maßnahmen, Fortschritte und Schwierigkeiten bei der Reduktion der Emissionen in
der Stadt Bamberg Bericht zu erstatten. Soweit
einschlägig, berichten auch die städtischen Beteiligungen zu ihrem jeweiligen
Wirkungskreis.
f)
fordert auch andere Kommunen, die Bundesländer und die Bundesrepublik
Deutschland
auf,
dem Vorbild der Stadt Bamberg und anderer Kommunen zu folgen und den Klimanotstand
auszurufen. Insbesondere macht er Land und Bund darauf aufmerksam, dass ein
vollständiges Einhalten der Klimaschutzziele auf kommunaler Ebene unter den
derzeitigen Rahmenbedingungen noch nicht möglich ist. Erst mit weiteren
Maßnahmen, darunter dem vollständigen Abbau weiterhin bestehender Subventionen
für fossile Energieträger, mit einer sozial gerecht ausgestalteten CO2-Bepreisung,
mit einer grundlegend veränderten Verkehrs- und Agrarpolitik und mit einer
klimaschutzkonformen Förderung des sozialen Wohnungsbaus, wird hierfür das
dringend benötigte Fundament gelegt.
Bamberg,
den 23.07.2019
Dienstag, 11. Juni 2019
Bamberger Linke Liste fordert Entlassung der Sicherheitsdienstfirma „Fair Guards“ des Bamberger Anker-Lagers
Nachdem mehrere Medien über den systematischen Missbrauch durch Sicherheitsdienstangestellte im Bamberger Anker-Lager berichtet haben und bisher keine weitreichenden Konsequenzen von der Regierung von Oberfranken gefolgt sind, fordert die Bamberger Linke Liste die Entlassung der Sicherheitsdienstfirma „Fair Guards“, die im Bamberger Anker-Lager tätig ist. „Weder die Regierung von Oberfranken noch die Leitung des Massenlagers in Bamberg scheinen an einer systematischen Aufklärung interessiert zu sein. Denn es sind keine sichtbaren Konsequenzen aus der Berichterstattung gefolgt“, so BaLi-Vorstand Andreas Tränkenschuh. „Rechtsextreme und rassistische Strukturen haben weder in einem Lager für Geflüchtete noch in unserer Gesellschaft etwas zu suchen. Auch die Stadt Bamberg muss sich hier klar gegen diese Schikanen positionieren und sich für eine Aufklärung des Missbrauchs einsetzen!“
Seit September 2017 gibt es regelmäßig Berichte über Schikanen an Geflüchteten durch Sicherheitsdienstmitarbeitende im Bamberger Anker-Lager. ...... hier weiterlesen
Seit September 2017 gibt es regelmäßig Berichte über Schikanen an Geflüchteten durch Sicherheitsdienstmitarbeitende im Bamberger Anker-Lager. ...... hier weiterlesen
Donnerstag, 23. Mai 2019
BaLi unterstützt Aktionen von FridaysForFuture
Nach
dem Aufruf der schwedischen Schülerin Greta Thunberg, ‚wütend‘
die Klimakrise zu bekämpfen, protestieren weltweit Schülerinnen und
Schüler. Auch in Bamberg wächst die Bewegung ‚Fridays for Future‘
und für den morgigen Freitag sind wieder Proteste in der Bamberger
Innenstadt und dem Bamberger Rathaus angekündigt.
Hierzu erklärt Andreas Tränkenschuh, Vorstandsmitglied der BaLi: „Wer es mit dem Klimaschutz ernst nimmt, muss die Schülerinnen und Schüler unterstützen und darf nicht versuchen, sie als unmündig zu bezeichnen oder mit einer Schulschwänzer-Debatte vom eigentlichen Kern ablenken. Das politische Engagement der Jugendlichen ist begrüßenswert und die kreativen und vielfältigen Aktionen beeindruckend.“
Die Bamberger Linke Liste kritisiert zudem ....... (hier weiterlesen).
Hierzu erklärt Andreas Tränkenschuh, Vorstandsmitglied der BaLi: „Wer es mit dem Klimaschutz ernst nimmt, muss die Schülerinnen und Schüler unterstützen und darf nicht versuchen, sie als unmündig zu bezeichnen oder mit einer Schulschwänzer-Debatte vom eigentlichen Kern ablenken. Das politische Engagement der Jugendlichen ist begrüßenswert und die kreativen und vielfältigen Aktionen beeindruckend.“
Die Bamberger Linke Liste kritisiert zudem ....... (hier weiterlesen).
Sonntag, 12. Mai 2019
Stadt Bamberg steht Sozialticket und Sozial-Pass ablehnend gegenüber - Bamberger Linke Liste bleibt dran
In einem Schreiben des Sozialreferenten Ralph Haupt
vom 17.04.2019 an Stadtrat Heinrich Schwimmbeck positioniert sich die Stadtverwaltung
ablehnend zu dem von der BaLi angestrebten ÖPNV-Sozialticket und einem sog.
"Bamberg-Pass".
Die Ablehnung der Stadt Bamberg beruht im
Wesentlichen darauf, dass die Aufsichtsbehörden der Regierungsbezirke Mittel-
und Oberfranken die eine oder andere denkbare Finanzierung nicht genehmigen
könnten oder genehmigen würden. Bemüht wird dabei auch der haushaltsrechtliche
Begriff der "freiwilligen Leistungen". Solche Leistungen seien der
Stadt Bamberg aufgrund der Haushaltslage nicht gestattet. Daneben wird auf
eine "Prioritätensetzung von Seiten des Sozialreferats auf den Themen
Kinderbetreuung, Senioren und Pflege" verwiesen, welche Personalkosten in
Höhe von jährlich 15.000 € zur Verwaltung eines Bamberg-Passes nicht zuließen!!
Schließlich wird auch die Belastung der städtischen Einrichtungen im Fall der
Einführung eines Sozial-Passes ins Feld geführt.
Die Bamberger Linke Liste sieht keine zwingenden
haushalts-rechtlichen Hindernisse und hält die angestrebten Erleichterungen
insbesondere in der Ausführung für machbar, dass die Stadt Bamberg dies aus
eigenen Haushaltsmitteln fördert. Die finanziellen Aufwendungen für den
angestrebten Sozial-Pass sind gering, die Aufwendungen für ein Sozialticket
sind vertretbar. Die Vorschläge sollen deshalb im Stadtrat und in der
Öffentlichkeit weiter diskutiert und zeitnah umgesetzt werden.
Der
BaLi-Vorschlag kann im Detail im blog-Beitrag vom 10.04.2019 nachgelesen
werden, die ablehnende Antwort der Stadtverwaltung ist hier einsehbar.
Eine
ausführliche Betrachtung zu einzelnen Punkten der Stellungnahme der Stadt
zusammen mit weiterführenden Vorschlägen findet sich im Diskussionspapier vom 10.5.2019.
Mittwoch, 10. April 2019
Sozialticket und Bamberg Pass
Die Bamberger Linke Liste möchte finanziell benachteiligte Mitbürger bei der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs in der Stadt Bamberg durch die Einführung eines Sozialtickets deutlich entlasten. Einzelfahrscheine sollen für diesen Personenkreis zum halben Preis angeboten werden, ein Monatsticket ab 9 Uhr soll 15 € kosten. Ein Ticket für eine Nutzung auch zu den Stoßzeiten vor 9 Uhr soll für maximal 25 € erworben werden können. Kinder und Jugendliche aus finanziell benachteiligten Familien sollen ganz kostenfrei befördert werden.
Dieser Personenkreis soll auch einen Sozialpass, genannt "Bamberg Pass" erhalten. Dieser Pass soll zusätzlich zum ÖPNV auch dazu berechtigen, städtische Einrichtungen wie Bäder, Museen, Stadttheater - die auch bisher Ermäßigungen ermöglichen - zum halben Preis zu nutzen. In anderen Städten bieten auch viele nicht-städtische Einrichtungen und Geschäfte Preisnachlässe beim Vorlegen Vorlegen eines solchen Passes an.
Falls durch die Preisnachlässe Kosten entstehen setzt die Bamberger Linke auf eine Finanzierung durch den VGN, der auch in Nürnberg ein Sozialticket trägt. Notfalls dürfte ein solches Ticket auch dann nicht scheitern, wenn die Stadt Bamberg einen finanziellen Beitrag dazu leisten muss.
Weitere Mitteilungen über diese Erleichterungen für finanziell benachteiligte Bürger gibt es in der einschlägigen Pressemitteilung.
Den entsprechenden Antrag an den Stadtrat kann man hier, Details zu den vorgeschlagenen Regelungen kann man hier lesen.
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