Am vergangenen Samstag fand am Gabelmann, dem Ort der regelmässigen Mahnwachen gegen Abschiebungen nach Afghanistan, eine Sonder-Kundgebung zu dieser Thematik statt. Veranstalter war der Arbeitskreis "Afghanistan ist nicht sicher", bei dem u.a. "Freund statt fremd" und das "Netzwerk Bildung & Asyl" mitwirken. Mitglieder der Bamberger Linken Liste hatten einen erheblichen Anteil an der Organisation, Vorbereitung, Technik und Öffentlichkeitsarbeit.
Einzelheiten zur Kundgebung, die schwerpunktmäßig auf die integrationsfeindliche Politik und Verfahrensweisen der bayerischen Staatsregierung einging, können nachfolgender kurzen Berichterstattung entnommen werden. Weit mehr ins Detail geht eine lesenswerte ausführliche Berichterstattung, zu der man hier gelangt.
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PRESSEMITTEILUNG
vom 25. Juni 2017
herausgegeben von Freund statt fremd und dem Netzwerk Bildung und Asyl
herausgegeben von Freund statt fremd und dem Netzwerk Bildung und Asyl
Kundgebung gegen aktuelle bayerische
Integrationspolitik
Arbeitgeber und Geflüchtete bleiben im Regen stehen
Arbeitgeber und Geflüchtete bleiben im Regen stehen
Bamberg – Etwa 150
interessierte Bamberger verfolgten die Informationsveranstaltung mit dem Titel
„Es reicht - Ausbildung und Arbeit
statt Abschiebepolitik", die vom Arbeitskreis "Afghanistan ist
nicht sicher", in welchem Freund statt fremd und das Netzwerk Bildung und
Asyl mitwirken, am Bamberger Gabelmann organisiert wurde. Die Kundgebung fand
im Rahmen bayernweiter Proteste gegen die aktuelle Integrationspolitik der
Bayerischen Staatsregierung am Samstag statt.
Vertreter von Betrieben,
Flüchtlingsorganisationen und Gewerkschaften beklagten die Hürden und die
durchschlagenden Hindernisse, welche die Bayerische Staatsregierung für
integrierte und integrationswillige Geflüchtete schafft. "Arbeitnehmer, die
händeringend Azubis und Beschäftigte suchen, bleiben damit genauso im Regen
stehen wie die Flüchtlinge", sagte Janosch Freuding vom Netzwerk für
Bildung und Asyl. "Das ist für die Betroffenen häufig ein menschliches
Desaster und für unsere Gesellschaft ein großer Verlust".
Diese vom Arbeitskreis
"Afghanistan ist nicht sicher" kritisierte Politik wurde von hiesigen
Flüchtlingen auf unterhaltsame Weise szenisch dargestellt. Die Darbietung stieß
auf eine breite Zustimmung und wurde von den ca. 150 Zuhörern mit großen
Applaus belegt. Die Initiatoren des Protests stellten ein Schreiben an die lokale
Politik vor, in dem Stadt- und Kreisräte aufgefordert werden, sich aktiv für
eine Kehrtwende einzusetzen und eine substanzielle sowie nachhaltige Integration
von Asylsuchenden zu fordern.
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