In einem Schreiben des Sozialreferenten Ralph Haupt
vom 17.04.2019 an Stadtrat Heinrich Schwimmbeck positioniert sich die Stadtverwaltung
ablehnend zu dem von der BaLi angestrebten ÖPNV-Sozialticket und einem sog.
"Bamberg-Pass".
Die Ablehnung der Stadt Bamberg beruht im
Wesentlichen darauf, dass die Aufsichtsbehörden der Regierungsbezirke Mittel-
und Oberfranken die eine oder andere denkbare Finanzierung nicht genehmigen
könnten oder genehmigen würden. Bemüht wird dabei auch der haushaltsrechtliche
Begriff der "freiwilligen Leistungen". Solche Leistungen seien der
Stadt Bamberg aufgrund der Haushaltslage nicht gestattet. Daneben wird auf
eine "Prioritätensetzung von Seiten des Sozialreferats auf den Themen
Kinderbetreuung, Senioren und Pflege" verwiesen, welche Personalkosten in
Höhe von jährlich 15.000 € zur Verwaltung eines Bamberg-Passes nicht zuließen!!
Schließlich wird auch die Belastung der städtischen Einrichtungen im Fall der
Einführung eines Sozial-Passes ins Feld geführt.
Die Bamberger Linke Liste sieht keine zwingenden
haushalts-rechtlichen Hindernisse und hält die angestrebten Erleichterungen
insbesondere in der Ausführung für machbar, dass die Stadt Bamberg dies aus
eigenen Haushaltsmitteln fördert. Die finanziellen Aufwendungen für den
angestrebten Sozial-Pass sind gering, die Aufwendungen für ein Sozialticket
sind vertretbar. Die Vorschläge sollen deshalb im Stadtrat und in der
Öffentlichkeit weiter diskutiert und zeitnah umgesetzt werden.
Der
BaLi-Vorschlag kann im Detail im blog-Beitrag vom 10.04.2019 nachgelesen
werden, die ablehnende Antwort der Stadtverwaltung ist hier einsehbar.
Eine
ausführliche Betrachtung zu einzelnen Punkten der Stellungnahme der Stadt
zusammen mit weiterführenden Vorschlägen findet sich im Diskussionspapier vom 10.5.2019.
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