Am
26. September 2014 hat sich unter Beteiligung von etwa 30 Anwesenden eine
Bamberger Bürgerinitiative gebildet, die sich um den Erhalt und die
Bereitstellung von günstigem Wohnraum bei der sog. Konversion (Umwandlung des
US-Geländes) kümmern will.
Heinrich
Schwimmbeck, Stadtrat der Bamberger Linken Liste (BaLi) und Mitglied des
Konversionssenats, war eingeladen, um über den Stand der Dinge zu informieren.
Der grobe Plan für die Entwicklung des Geländes, das sog. "Städtebauliche
Entwicklungskonzept (SEK)", so der Referent, sei für den Erhalt der
Wohnungen nicht sehr freundlich geschrieben. Das Konzept sei zwar mit den
Begleitworten verabschiedet worden, dass eine "angemessene Integration",
also Übernahme des Wohnungsbestands, angestrebt werde. Die
Entwicklungsbeispiele und Zielsetzungen im Text seien aber in einem anderen Ton
formuliert: Der Erhalt der Wohngebäude und somit die Schaffung günstigen
Wohnraums sei dort ein wenig wichtiges, kaum angesprochenes Thema. Der Abriss
von Wohnungen sei nicht direkt "geplant". Die Zielvorstellungen,
besonders der reichlich vorgesehene Neubau von Wohngebäuden, würden aber kaum
Raum lassen für den Erhalt der bestehenden Gebäude.
Derzeit
seien 6 Büro mit Architekten, Stadtplanern und Landschaftsplanern beauftragt,
jeweils ihre Lösungen für die Konversion zu entwerfen. Es gelte, in diesem
Wettbewerbsverfahren bis zum Jahresbeginn 2015 Lösungen zu finden, die den
Bestand der Wohnungen garantieren. Die Bürgerschaft müsse und könne sich ins
Zeug legen, wenn sie den Gang der Dinge in die Richtung des Wohnungserhalts
lenken wolle.
Neben
der Sorge um den Erhalt von Wohnungen wurde von zahlreichen Anwesenden ein
stärkerer Einbezug der Bürgerschaft und ihrer Interessen gefordert. Die derzeit
gegebenen Beteiligungsmöglichkeiten wurden vielfach als Feigenblatt oder als
"Alibi-Veranstaltungen" kritisiert, welche keine wirkliche
Einflussnahme ermöglichen. Es wurde geargwöhnt, dass den Bürgern "das vorgesetzt
wird, was die Lobbyisten in Hinterzimmern vereinbaren". Mehr Transparenz
und Öffentlichkeit stand deshalb hoch oben auf der Liste der Forderungen.
Es
wurde verabredet, dass die Initiative regelmäßige (wöchentliche oder 14-tägige)
Versammlungen abhält, zu denen die gesamte Bürgerschaft herzlich eingeladen
ist. Beim nächsten Treffen (am Donnerstag, 9.Oktober, 18:30 Uhr im 'Tambosi')
soll mit der Planung und Erarbeitung künftiger Aktionen und Tätigkeiten
begonnen werden.
Kontaktaufnahme
zur Bürgerinitiative ist zunächst unter der Email-Adresse
buergergestaltenbamberg@gmx.de möglich. Unter dieser Email-Adresse werden
jegliche Fragen (z.B. zum Ort des jeweils nächsten Treffens) und Anregungen
gern entgegengenommen.
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