Samstag, 27. September 2014

Versammlung zur Gründung einer Bürgerinitiative zur Bamberger Konversion


 
Am 26. September 2014 hat sich unter Beteiligung von etwa 30 Anwesenden eine Bamberger Bürgerinitiative gebildet, die sich um den Erhalt und die Bereitstellung von günstigem Wohnraum bei der sog. Konversion (Umwandlung des US-Geländes) kümmern will.
Heinrich Schwimmbeck, Stadtrat der Bamberger Linken Liste (BaLi) und Mitglied des Konversionssenats, war eingeladen, um über den Stand der Dinge zu informieren. Der grobe Plan für die Entwicklung des Geländes, das sog. "Städtebauliche Entwicklungskonzept (SEK)", so der Referent, sei für den Erhalt der Wohnungen nicht sehr freundlich geschrieben. Das Konzept sei zwar mit den Begleitworten verabschiedet worden, dass eine "angemessene Integration", also Übernahme des Wohnungsbestands, angestrebt werde. Die Entwicklungsbeispiele und Zielsetzungen im Text seien aber in einem anderen Ton formuliert: Der Erhalt der Wohngebäude und somit die Schaffung günstigen Wohnraums sei dort ein wenig wichtiges, kaum angesprochenes Thema. Der Abriss von Wohnungen sei nicht direkt "geplant". Die Zielvorstellungen, besonders der reichlich vorgesehene Neubau von Wohngebäuden, würden aber kaum Raum lassen für den Erhalt der bestehenden Gebäude.
Derzeit seien 6 Büro mit Architekten, Stadtplanern und Landschaftsplanern beauftragt, jeweils ihre Lösungen für die Konversion zu entwerfen. Es gelte, in diesem Wettbewerbsverfahren bis zum Jahresbeginn 2015 Lösungen zu finden, die den Bestand der Wohnungen garantieren. Die Bürgerschaft müsse und könne sich ins Zeug legen, wenn sie den Gang der Dinge in die Richtung des Wohnungserhalts lenken wolle.
Neben der Sorge um den Erhalt von Wohnungen wurde von zahlreichen Anwesenden ein stärkerer Einbezug der Bürgerschaft und ihrer Interessen gefordert. Die derzeit gegebenen Beteiligungsmöglichkeiten wurden vielfach als Feigenblatt oder als "Alibi-Veranstaltungen" kritisiert, welche keine wirkliche Einflussnahme ermöglichen. Es wurde geargwöhnt, dass den Bürgern "das vorgesetzt wird, was die Lobbyisten in Hinterzimmern vereinbaren". Mehr Transparenz und Öffentlichkeit stand deshalb hoch oben auf der Liste der Forderungen.
Es wurde verabredet, dass die Initiative regelmäßige (wöchentliche oder 14-tägige) Versammlungen abhält, zu denen die gesamte Bürgerschaft herzlich eingeladen ist. Beim nächsten Treffen (am Donnerstag, 9.Oktober, 18:30 Uhr im 'Tambosi') soll mit der Planung und Erarbeitung künftiger Aktionen und Tätigkeiten begonnen werden.
Kontaktaufnahme zur Bürgerinitiative ist zunächst unter der Email-Adresse buergergestaltenbamberg@gmx.de möglich. Unter dieser Email-Adresse werden jegliche Fragen (z.B. zum Ort des jeweils nächsten Treffens) und Anregungen gern entgegengenommen.

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