Donnerstag, 27. August 2015

Die neue Flüchtlingseinrichtung ist ein inhumanes Abschiebelager. Ein "humanitäres Rückführungszentrum" gibt es nicht -


Anmerkungen und Bewertungen zur Asyl-Debatte im Feriensenat des 20. August 2015

Bamberg wird, so hat es der Feriensenat am 20. August 2015 mit der Mehrheit der GroKo- und GAL-Senatsmitglieder entschieden, eine "Ankunfts- und Rückführungseinrichtung für Asylbewerber aus dem Balkan" bekommen. Also ein "Abschiebelager", sagen die linken Demonstranten, die sich bei Regen und kurzfristig in überschaubarer Zahl am Maxplatz vor der Sitzung zum Protest eingefunden hatten. "Abschiebelager" sei ein hässliches Wort, lässt ein Befürworter der neuen Einrichtung während der Senatsdebatte verlauten und möchte damit die Kritiker anprangern - und nicht die Einrichtung selbst, um die es in der Debatte geht.
Ganz faktisch geht es - wohl übereinstimmend - um eine Einrichtung, die speziell und ausschließlich Flüchtlinge aus dem Westbalkan aufnehmen soll. Diese Asylbewerber sollen "in einem beschleunigten Verfahren behandelt werden", wobei die "möglichst rasche Rückführung in die Heimatländer gewünscht" ist (Zitate aus der Sitzungsvorlage für den Feriensenat). Dies würde durch die Zusammenführung dieser Menschen aus ganz Bayern in zwei Zentren in Bamberg und Ingolstadt ermöglicht.
Immenser Schaden durch spezialisierte Rückkehreinrichtungen
Die Bamberger Linke Liste, deren Stadtrat nicht im Feriensenat vertreten war, lehnt solche Einrichtungen strikt ab und betrachtet deren Beschluss als eine weitreichende Fehlentscheidung.
Begründung:
1) Die hiermit geschaffene "spezielle Einrichtung" nimmt eine extrem schädliche und folgenschwere Trennung, sprich Diskriminierung, zweier unterschiedlicher Typen von Asylbewerbern vor.
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