Freitag, 18. Dezember 2015

Haushalt 2016: Nur vordergründige Bürgerinteressen abgedeckt


Mit der Debatte im Finanzsenat des 9.12. und mit der Haushaltssitzung in der Vollsitzung des 16.12. wurde der Haushalt der Stadt Bamberg für das Jahr 2016 verabschiedet - wofür also die verfügbaren Finanzmittel im kommenden Jahr verwendet werden. Der Beitrag des BaLi-Stadtrats Heinrich Schwimmbeck kann hier gelesen werden.
Haushaltsdebatte - eine  nicht hinterfragte Verzichtsübung
Man sollte davon ausgehen, dass jede Fraktion und jeder Stadtrat, je nach Provenienz und Orientierung, seine Vorlieben und seine demokratischen Aufträge hat, was er gerne in der Stadt Bamberg verwirklicht haben möchte. Davon war in der Debatte wenig zu spüren.
Für unseren Stadtrat, der in diesem Betrieb eher noch ein Neuling ist, mutet es befremdlich an, wie "gut" sich die erfahrenen Kollegen in der Disziplin des Verzichts und Zurückhaltung schon zurechtfinden. Auf diese Weise folgen sie unausgesprochen und unreflektiert, angeblich "genötigt", der von oben (vom Land, vom Bund, vom Kapital) vorgegebenen grundlegenden Doktrin der Einschränkung und des Abbaus "des Staates". Sie üben sich, mit möglichst wenig Mitteln (für die Bürgerschaft) auszukommen und das Gemeinwohl an dieser kommunalen Stellschraube zu reduzieren. "Wir werden die Ausgabe der  Kommune kürzen und die Eigenverantwortung stärken" - so lässt sich, in geringfügiger Abwandlung des Kernsatzes der Schröder'schen Agenda 2010 die Übung beschreiben, die der Stadtrat ritualisiert alljährlich auf Geheiß des finanz-einschränkenden Kapitals vollzieht. 
...................     (hier weiterlesen)

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