Mittwoch, 14. Dezember 2016

Kleinliche Unterstützung der Bamberger Tafel

Wilhelm Dorsch, der Vorsitzende der Bamberger Tafel e.V., hatte die Stadt nach notwendigem Umzug um finanzielle Unterstützung des gemeinnützigen Unternehmens von monatlich 1.200 € gebeten. BaLi-Stadtrat Heinrich Schwimmbeck hat eine entsprechende Mittelbereitstellung von 14.400 € für das Haushaltsjahr 2017 beantragt. Eine deutlich geringere Summe, nämlich 10.000 €, hat die SPD-Fraktion beantragt. Ohne jegliche Diskussion wurde im Finanzsenat der "weitergehende" Antrag des BaLi-Stadtrats abgelehnt, der haushaltsschonendere Antrag der SPD wurde gebilligt.

BaLi-Vorstand Thomas Bollwein verweist darauf, dass die Stadt jährlich bis zu 400.000 € einspare, indem sie Transferleistungsempfängern Kostenerstattung für die Unterkunft vorenthält. Die beantragte Unterstützung der Tafel sei dagegen "ein Tropfen auf den heißen Stein". Wenn die Stadtratsmehrheit diese dann noch um fast 5.000 € kürzen müsse, sei das "kleinlich" und "nicht sachorientiert". Der "Weihnachtstopf" des Oberbürgermeisters sei geeignet, den OB und die Stadt in spendablem Licht erscheinen zu lassen, er könne aber die Not, die die Stadtverwaltung selbst verursacht, nur unwesentlich lindern.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen