Die Bamberger Linke Liste (BaLi)
betrachtet mit Verwunderung und Besorgnis, mit welchen Mitteln Stadtverwaltung
und Stadtratsmehrheit in der Kontroverse mit der Bürgerinitiative "Rettet
den Hauptsmoorwald" um einen Gewerbepark in der MUNA handeln. Damit ist
nicht nur das Klotzen mit Großplakaten gemeint.
Schon die Formulierung des Mottos
des Ratsbegehrens "bewegt sich an der Grenze von Dichtung und
Wahrheit", so das Vorstandsmitglied Thomas Bollwein. Die BaLi kritisiert
daran vor allem den Motto-Bestandteil "Hauptsmoorwald erhalten", der
den Bürgern vorgaukelt, einem Gewerbepark würde keine Natur zum Opfer fallen
und es würde keine Fläche versiegelt werden. Als "eindeutig
wahrheitswidrig" bewertet BaLi-Stadtrat Schwimmbeck einen Passus in der
ganzseitigen FT-Anzeige, der behauptet, ein Gewerbegebiet würde "lediglich
auf der bereits versiegelten kleinen Restfläche" eines 100 ha großen
Naturgebiets entstehen. Tatsächlich ginge mit den Gewerbepark-Plänen eine neue
Flächenversiegelung im Umfang von mindestens 50 Fußballfeldern einher, dies sei
"wahrlich keine kleine Restfläche". Der Aktivist Stephan Kettner legt
dar: "In Form und Inhalt des Ratsbegehrens soll der Eindruck entstehen, es
handle sich um ein ökologisches Projekt zur Renaturierung. Genau das Gegenteil
ist der Fall". Die Bamberger Linke hält außerdem die Darlegung, dass nur
bei einer Befürwortung des Ratsbegehrens das Gelände erworben und entwickelt
werden könnte, für eindeutig unzutreffend. Bei gutem Willen sei dies genauso
auch bei einem Rücktritt von den Gewerbepark-Plänen möglich.
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