Montag, 12. Januar 2015

Pressemitteilung: Großer Wohnungsbedarf in Bamberg belegbar


Pressemitteilung der Bamberger Linken Liste (BaLi):
Großer Wohnungsbedarf  in Bamberg belegbar - Bürgerbegehren eine Option

Die Bamberger Linke Liste (BaLi) sieht für Bamberg bis 2020 einen Bedarf von annähernd 5000 Wohnungen. Eine Belegung aller 1250 Wohneinheiten des Konversionsgeländes - die Zahl von 2500 Wohnungen ist irreführend - kann in weniger als 3 Jahren ohne einschneidende Kosten für einen Leerstandsunterhalt erwartet werden. 

Zweifel daran würden, so BaLi-Stadtrat und Konversionssenatsmitglied Heinrich Schwimmbeck, ohne empirische Begründung ausgesprochen. Ebenso unverständlich sei die Aussage, der Wohnungsbedarf sei nicht abschätzbar. Er verweist auf die Wohnungsbedarfsstudie von 2013, die vom Konversionsamt in Auftrag gegeben wurde und den großen Wohnungsbedarf belegt, erläutert und begründet - die aber seltsamerweise in der öffentlichen Diskussion keine Erwähnung findet. Die BaLi-"Fraktion" empfiehlt dringend deren Lektüre und hat auf ihrer Homepage eine Zusammenfassung der wesentlichen Aussagen der Untersuchung sowie die Folgerungen daraus eingestellt.

Die Stadtverwaltung und Stadträte sind aufgefordert, diese Datengrundlage zur Kenntnis zur nehmen und in ihren Überlegungen und Entscheidungen zu berücksichtigen. Die BaLi sieht es als vorderste Pflicht der Stadt Bamberg, die Konversion des US-Geländes zur Lösung der dringlichsten sozialen Frage zu nutzen, nämlich zur Bereitstellung finanzierbaren Wohnraums für die Bürger aller Einkommensschichten. Als Vorbild und Mutmacher dafür empfiehlt die BaLi die gelungene Vorgehensweise bei der Umwandlung der Kolb Housing Area in Fürth Mitte der 90er Jahre. Grundvoraussetzung dafür ist eine niedrigpreisige Vermarktung des Wohnraum-Angebots - deutlich unterhalb des Quadratmeterpreises von 6,50 € pro qm, wie er in der Pines-Area angedacht ist, was einen großen Interessentenkreis von vorneherein ausschließt. Die Bundesanstalt für Immobilien-Aufgaben (BImA) ist angehalten, der Kommune die günstige Überlassung des Wohnraums an die Bürger zu ermöglichen, nicht zuletzt durch zurückhaltende Preisforderungen.

Stadtrat Heinrich Schwimmbeck sieht in einem Bürgerbegehren eine realistische Option, wenn Verwaltung und Stadtrat einen Planungsentwurf zur Grundlage der weiteren Entwicklung nehmen sollten, der verfügbares Wohnungsangebot ungenutzt lassen will. "Sicher ist: Eine weit überwiegende Mehrheit der Bürger hätten dafür kein Verständnis", so der Stadtrat. Die Bamberger Linke Liste, die mit der Bürgerinitiative "Armygelände in Bürgerhände" in enger Zusammenarbeit steht , würde sich aktiv an einem Bürgerbegehren beteiligen.

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