Pressemitteilung der Bamberger Linken Liste (BaLi):
Großer Wohnungsbedarf
in Bamberg belegbar - Bürgerbegehren eine Option
Die Bamberger Linke Liste (BaLi) sieht für Bamberg bis 2020
einen Bedarf von annähernd 5000 Wohnungen. Eine Belegung aller 1250 Wohneinheiten
des Konversionsgeländes - die Zahl von 2500 Wohnungen ist irreführend - kann in
weniger als 3 Jahren ohne einschneidende Kosten für einen Leerstandsunterhalt
erwartet werden.
Zweifel daran würden, so BaLi-Stadtrat und
Konversionssenatsmitglied Heinrich Schwimmbeck, ohne empirische Begründung
ausgesprochen. Ebenso unverständlich sei die Aussage, der Wohnungsbedarf sei
nicht abschätzbar. Er verweist auf die Wohnungsbedarfsstudie von 2013, die vom
Konversionsamt in Auftrag gegeben wurde und den großen Wohnungsbedarf belegt,
erläutert und begründet - die aber seltsamerweise in der öffentlichen
Diskussion keine Erwähnung findet. Die BaLi-"Fraktion" empfiehlt
dringend deren Lektüre und hat auf ihrer Homepage eine Zusammenfassung der
wesentlichen Aussagen der Untersuchung sowie die Folgerungen daraus
eingestellt.
Die Stadtverwaltung und Stadträte sind aufgefordert, diese
Datengrundlage zur Kenntnis zur nehmen und in ihren Überlegungen und
Entscheidungen zu berücksichtigen. Die BaLi sieht es als vorderste Pflicht der
Stadt Bamberg, die Konversion des US-Geländes zur Lösung der dringlichsten
sozialen Frage zu nutzen, nämlich zur Bereitstellung finanzierbaren Wohnraums
für die Bürger aller Einkommensschichten. Als Vorbild und Mutmacher dafür
empfiehlt die BaLi die gelungene Vorgehensweise bei der Umwandlung der Kolb
Housing Area in Fürth Mitte der 90er Jahre. Grundvoraussetzung dafür ist eine
niedrigpreisige Vermarktung des Wohnraum-Angebots - deutlich unterhalb des
Quadratmeterpreises von 6,50 € pro qm, wie er in der Pines-Area angedacht ist,
was einen großen Interessentenkreis von vorneherein ausschließt. Die
Bundesanstalt für Immobilien-Aufgaben (BImA) ist angehalten, der Kommune die
günstige Überlassung des Wohnraums an die Bürger zu ermöglichen, nicht zuletzt
durch zurückhaltende Preisforderungen.
Stadtrat Heinrich Schwimmbeck sieht in einem Bürgerbegehren
eine realistische Option, wenn Verwaltung und Stadtrat einen Planungsentwurf
zur Grundlage der weiteren Entwicklung nehmen sollten, der verfügbares Wohnungsangebot
ungenutzt lassen will. "Sicher ist: Eine weit überwiegende Mehrheit der
Bürger hätten dafür kein Verständnis", so der Stadtrat. Die Bamberger
Linke Liste, die mit der Bürgerinitiative "Armygelände in
Bürgerhände" in enger Zusammenarbeit steht , würde sich aktiv an einem
Bürgerbegehren beteiligen.
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